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Besuch der Ausstellung Gefühlte Formen: Kunst für die Sinne

Im Rahmen des Projekts „kunst privat!” – Hessische Unternehmen zeigen ihre Kunst besuchte Mustapha Ouertani die Räumlichkeiten der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte. Hier wurde die Ausstellung „Gefühlte Formen: Kunst für die Sinne“ geboten.

In der Ankündigung heißt es: „Von figürlichen bis abstrakten Skulpturen zeigen die Werke, wie unterschiedlich sich Künstler der Bildhauerei zuwenden: mal mit großen, weichen Formen, mal mit zierlichen Details. Viele der Künstler sind blind oder sehbehindert und haben ihre Werke hauptsächlich mithilfe ihres Tastsinns geschaffen. Besonderes Highlight: Sehende wie auch blinde Besucher können die Exponate – auf Wunsch unter Verwendung einer Augenbinde – anfassen und ertasten.“

Auch für die musikalische Unterhaltung war gesorgt. Die inklusive Band „Blind Foundation“ begeisterte mit Jazz- und Popballaden.

„Es ist wichtig, dass Inklusion auf allen Ebenen gelebt wird, denn auch Blinde und Sehbehinderte sind an Kunst und Kultur interessiert. Inklusion heißt aber auch, dass Projekte für Alle zugänglich sind und der Dialog durch die Begegnung entsteht“ so Mustapha Ouertani nach dem Besuch.

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Beitrag in der Deutsch-Tunesischen Rundschau

In der Deutsch-Tunesischen Rundschau, einer Publikation der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft e.V. ist ein Artikel über den Film- und Diskussionsabend in Frankfurt erschienen.DTG

DTR Ausgabe 2017-01

 

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Dr. Ouertani besucht Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg

Anfang April besuchte der Vereinsgründer Dr. Ouertani das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg, um sich über die Ausbildung von blinden und sehbehinderten Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) zu informieren.

Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung und eine der häufigsten Todesursachen von Frauen – jedes Jahr erkranken in Deutschland knapp 60.000 Frauen an Brustkrebs. Eine frühzeitige Entdeckung von Brustkrebs ermöglicht eine weniger belastende Behandlung und verbessert die Überlebenschancen der Patientinnen erheblich.

Die Brusttastuntersuchung durch den Gynäkologen, die für Frauen zwischen 30 und 50 Jahren die einzige Brustkrebsfrüherkennungsmaßnahme darstellt, wird jedoch nicht nach standardisierten und validierten Abläufen und oft unter hohem Zeitdruck durchgeführt.

Die Ausbildung von blinden und sehbehinderten Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) füllt diese Lücke aus und schafft gleichzeitig ein sinnvolles Betätigungsfeld für Menschen mit Behinderung mit klaren Vorteilen für Patientinnen: Blinde und sehbehinderte Menschen haben einen nachweislich überlegenen Tastsinn, sie werden also nicht „trotz ihrer Behinderung“, sondern „wegen ihrer Begabung“ beschäftigt.

„Auch der Verein Atrium e.V. will blinden tunesischen Frauen diese Ausbildung ermöglichen“, so Dr. Ouertani, „aber die Vorarbeit und die Kontakte sind wichtig und aus diesem Grund bin ich heute hier her gefahren.“

Weitere Informationen über die Ausbildung und die Einrichtung erhalten Sie hier.

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Beitrag über Atrium e.V. und seinen Gründer Dr. Ouertani in L’Économiste Maghrébin

Eine zufällige Begegnung mit Khalil Zamiti führte zu einem Beitrag über den Verein und die Situation von Blinden und Sehbehinderten in Tunesien. Zamiti beschreibt die Globalisisierung und seine Folgen sowie den Werdegang Dr. Ouertanis in diesem Kontext. Beschrieben werden zu dem die Projektideen und -vorhaben von Atrium e.V. und Aveugle Voyant.

Bericht über Atrium in Invest in Tunisia

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Portrait Dr. Mustapha Ouertani – Gründer des Vereins Atrium e.V.

blind_series0871Mustapha Ouertani wurde 1945 in der Stadt Kairouan, etwa 150 Kilometer südwestlich von Tunis, geboren. Als Sechsjähriger erblindete er. Weil es keine Gymnasien für Blinde in seiner Heimat gab, kam er als 17-Jähriger nach Marburg in ein Internat für Blinde. In Kassel absolvierte er eine Ausbildung als Masseur und Bademeister. Von 1966 bis 1970 arbeitete er in diesem Beruf in Bad Endbach. In Kassel holte Ouertani das Abitur nach, studierte in Marburg und Göttingen Soziologie und Volkswirtschaft. Sein Studium schloss er in Göttingen als Diplom-Sozialwirt ab. Weitere Stationen waren in der Geschäftsstelle des Deutschen Blindenverbandes in Bonn, ein Lehrauftrag in Göttingen, Studien für seine Doktorarbeit in Paris und Tunesien sowie Hamburg.

“Ich habe Deutschland nie gesehen. Ich bin blind.”

Der Verein Atrium e.V. wurde im Januar 2010 von Dr. Mustapha Ouertani gegründet. Dies geschah aus der Erkenntnis heraus, dass innere und äußere Umstände den Alltag eines jeden Menschen beeinträchtigen können.

 

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Film- und Diskussionsabend in Frankfurt: Inklusion und Selbstbestimmung in Tunesien – Am Beispiel der Imazighen und Menschen mit Behinderung

Die Geschichte der Imazighen, die heute in Nordafrika (von Mali und Mauretanien bis Ägypten) leben, ist geprägt von der Vorherrschaft anderer Völker in ihrer Heimat – zunächst der Römer, dann der Araber und später der Franzosen und Italiener. Als „freie Menschen“ – so lässt sich der Begriff „Imazighen“ übersetzen – hätten sie sich jedoch zumeist für die Nicht-Anpassung und den Rückzug in die Gebirgsregionen entschieden, um im Kreis der Familie ihre Kultur zu pflegen und der Unterdrückung durch die Fremdherrscher zu entgehen. Auch Tätowierungen waren eine Form der Bewahrung ihrer Tradition: Die Zeichen und Ornamente, die häufig die Handrücken der Frauen und Männer schmücken, geben Auskunft über Stammeszugehörigkeit und Religion und galten unter muslimischer Herrschaft als verboten. Heute wählt die Jugend andere Mittel, um ihre Identifikation auszudrücken und sich gegen Diskriminierung zu wehren. Im Film werden junge Männer gezeigt, die sich mit Rapmusik Gehör bei der eigenen Community und der breiten Gesellschaft verschaffen.

In der anschließenden Diskussion zum Thema Selbstbestimmung und Inklusion in Tunesien gaben Ulrich Delius (Afrika-Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.) und Bernadette Smyrek-Ouertani (Vorstandsvorsitzende von Atrium e.V.) Einblicke in die aktuelle sozio-politische Lage und die Perspektiven von Minderheiten des Landes. Hierbei standen sowohl die ethnische Minderheit der Imazighen als auch Menschen mit Behinderungen im Vordergrund.

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Ulrich Delius verdeutlichte, dass gerade in der jungen Generation neuer Stolz auf die Herkunft und kulturelle Identität wächst. Dank der Transformation und den dadurch geschaffenen Möglichkeiten der Artikulation und Selbstbestimmung konnte die Jugend die Scham der Elterngeneration überwinden und Interessensgruppen bilden, die sich für eine Anerkennung einsetzen. Eine der wichtigsten Forderungen sei die sprachwissenschaftliche, soziologische und völkerkundliche Dokumentation der indigenen Bevölkerung Tunesiens. Aber in der Öffentlichkeit und Wissenschaft erfuhr die Ethnie bisher nur wenig Beachtung, so Delius, obwohl sie gerade in den Unabhängigkeitsbestrebungen der nordafrikanischen Länder eine wichtige Rolle spielte. Auch fünf Jahre nach der Transformation können Kinder von Imazighen keine „Berber“-Namen tragen und auch im Schulsystem sowie im kulturellen Leben und in den Medien findet die Jahrtausende alte Sprache, Kultur und Geschichte der Imazighen kaum Aufmerksamkeit, so Delius weiter und ist dennoch positiv gestimmt. „Azul“ sei bereits der vierte Film zu dem Thema und die Aufmerksamkeit wachse.

Bernadette Smyrek-Ouertani beschrieb die Entwicklung der Förderung von Blinden und Sehgeschädigten in Tunesien seit der Unabhängigkeit des Landes. Gleich nach der Unabhängigkeit Tunesiens 1956 wurde das Bildungssystem und die Förderung der Behinderten etabliert. Überwiegend aus dem Haushaltsbudget des Bildungs- und Sozialministeriums wurden Schulen und soziale Einrichtungen für Behinderte alimentiert. Es wurde ein Verband für Blinde und Sehbehinderte gegründet, der sich für die Belange der Betroffenen einsetzte und Arbeitsplätze für Blinde und Sehbehinderte geschaffen: die überwiegende Zahl im Bereich der Physiotherapie oder in der Telefonvermittlung.

 

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Fotoprojekt: Die Augen sind die Spiegel der Seele von Julia Roth

 

„Die Augen sind die Spiegel der Seele“, diesen Ausdruck haben Sie bestimmt auch schon öfter gehört. Aber was meint das? Und wie ist das eigentlich bei nicht-sehenden Augen?
Dieser Frage geht Julia Roth in ihrem Fotoprojekt nach, an dem Mustapha Ouertani teilnahm. Das Projekt zeigt, dass nicht-sehende Augen genauso Gefühle und Ausdrücke transportieren können, wie die der Sehenden. Sei es Trauer, Wut, Freude…..das Zusammenspiel der Augen, der Mimik und der Gestik spiegelt unsere Gefühlswelt. Und die Augen leuchten. Alle. Diesen Moment einzufangen, hat sich Julia Roth, gemeinsam mit dem professionellen Fotographen Hannes Windrath in Portraitaufnahmen, zum Ziel gesetzt.

Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten möchten, schreiben Sie uns gerne eine Email: info@atrium-ev.org

 

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„Ich habe Deutschland nie gesehen. Ich bin blind.“

Ein Portrait über Mustapha Ouertani, der an einem Theaterworkshop auf dem Kongress „Wie wollen wir leben?“ teilnahm.

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Wasser, da wo ich herkomme

Im Rahmen der Wetzlarer Kunst- und Kulturtage 2015 erzählen Bürgerinnen und Bürger ausländischer Herkunft zur besonderen Rolle des Wassers im Heimatland, und zwar jeweils an Orten des Wetzlarer Stadtbildes, die mit Wasser zu tun haben.

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